die tageszeitung von heute

26.05.2011

HEUTE

Instrumentenkaputtmacher sind doof

Joe Czarnecki ist so eine Art Gott auf der akustischen Gitarre. Glauben Sie's einfach. Joe hat einen Musikerkollegen, Dirk Ronneburg, der in einer guten Americana Folkband, Cera Impala, die Violine spielt - spielte, um präzise zu sein. Ein paar miese Gestalten mussten ihn unbedingt auf dem Heimweg von einem Konzert überfallen. Ihm geht es so weit gut, der Violine jedoch nicht so. Damit er wieder ordentlich auf einem guten Instrument spielen kann, machen Joe Czarnecki und andere Folkmusiker heute ein Spendenkonzert. Es lohnt sich sehr, dahin zu gehen. Glauben Sie's einfach.

TAZ ArticleJoe Czarnecki: Die Gitarre und nicht mehr

Eine akustische Gitarre reicht Joe Czarnecki bei seinen Konzerten, die sich auch nicht anders anhören wie jetzt seine CD, "Watch Now", auf der es wirklich nur minimalste Abweichungen - einmal kurz Klavier, andermal knapp E-Gitarre dazu - von der Regel gibt: Der Mann spielt seine akustische Gitarre und singt noch nicht einmal. Was gut über das gesamte Album trägt, so wie von Czarnecki, dem Amerikaner in Berlin, Struktur und Melodie immer gleichauf gedacht und gleichwertig gespielt sind, wie das ähnlich auch beim instrumentalen Postrock funktioniert. Man kann es vorbehaltlich ja mal Postfolk nennen. TM

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2003 verliess Joe Czarnecki die Pferdefarm auf der er aufgewachsen war, um nach Berlin zu ziehen. Um das hinzukriegen, fuhr er nach Alaska und arbeitete in einer Fischerfabrik um das Geld zu verdienen um in Europe zu leben. Es ist nicht die typische Geschichte, und Joe ist nicht der typische Gitarrist.

Seit dem ist viel passiert. Ende 2009 hat er seine debut Platte, „Watch Now“ auf Goldrausch records rausgebracht, und die Band Scheining mit Jovanka v. Wilsdorf (Quarks), die auch seine platte prodiziert hatte, ins Leben gerufen. Europeweite Auftritte folgten, unter anderem mit „Skint but Sexy“, einer Truppe Englisch-Sprachiger „Performance Poets“ (in Gross Britanien) sowie widerholt als tour support für Bobo in White Wooden Houses. Im März 2011, führte er mit Jovanka v. Wilsdorf und Tobias Künzel (Die Prinzen) zum Eröffnungs Konzert der Frankfurt Oder Musikfesttage die „SCHEINING KLEIST SONATEN“ auf.

Die Songs des gebürtigen US-Amerikaners und derzeitigen Wahlberliners JOE CZARNECKI sind mit akustischer Gitarre vorgetragene kraftvolle, mit vielen Wendungen versehene Stücke, die den Hörer stets schnell in den Bann ziehen, ihn überraschen und auf eine Reise mitnehmen - JOE CZARNECKI macht Musik jenseits von Worten, er erschafft eine intime Landschaft voller Bilder, die zum Zuhören mehr als einladen. Seine musikalischen Einflüsse reichen von von Musikern wie Andy McKee, Kaki King und Al DeMeola über Jimi Hendrix bis hin zu zeitgenössischen Indiegrößen wie Mogwai und Modest Mouse.

Bio

PhotoIn 2003 Joe Czarnecki left the horse farm where he grew up to move to Berlin by way of a detour to Alaska where he worked in a Fish factory to earn the money to live in Europe for a few months. It's not your typical story and Joe is not your typical musician. His songs are as dynamic as the Colorado landscape where he grew up. They move beyond stereotypes or genre. He tells fascinating stories with just an acoustic guitar.

The songs are powerful, full of twists and turns, played with clarity, emotions as big as Colorado stormclouds and a virtuosity that invites the listener to travel with him. Inspired by everything between Charles Mingus, Modest Mouse, Kaki King, Andy McKee and Jimi Hendrix, Joe shows us a love for musical storytelling mixed with technique that will make your jaw drop.

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